KI & Automatisierung
Die größte Bremse bei KI ist nicht die Technik, sondern fehlendes Wissen im Team
· 4 Minuten

Wenn Unternehmen gefragt werden, was sie beim Einsatz von KI aufhält, steht nicht der Preis an erster Stelle und nicht die Technik. Es ist das Wissen im eigenen Haus.
53 %
nennen fehlende interne Kompetenz als Haupthindernis. Danach folgen Unsicherheit beim Datenschutz mit 47 Prozent und unklarer wirtschaftlicher Nutzen mit 41 Prozent.
Das ist eine unbequeme Reihenfolge, weil sich alle drei Punkte nicht durch einen Einkauf lösen lassen. Wer ein Werkzeug kauft, ohne dass jemand im Haus beurteilen kann, was es taugt, hat das Problem nicht gelöst, sondern verlagert.
Was Kompetenz hier konkret bedeutet
- Einschätzen können, ob ein Ergebnis stimmt. Ohne Prüfkompetenz ist jede Ausgabe wertlos, egal wie überzeugend sie klingt.
- Erkennen, welche Aufgabe überhaupt geeignet ist. Nicht jede Tätigkeit wird durch Automatisierung besser.
- Wissen, welche Daten das Haus verlassen dürfen und welche nicht.
- Beurteilen können, ob ein Angebot realistisch ist oder ob jemand Aufwand verkauft, der nicht anfällt.
Warum Schulung vor Einführung kommt
Ein System, das niemand versteht, wird nach wenigen Wochen umgangen. Die Mitarbeitenden kehren zur alten Arbeitsweise zurück, und das eingeführte Werkzeug läuft weiter, ohne genutzt zu werden. Bezahlt wird es trotzdem.
Ein halber Tag Schulung vor der Einführung kostet weniger als das dritte Projekt, das im Sand verläuft. Das ist keine Werbung für Workshops, sondern die Erklärung dafür, warum die Reihenfolge Einführung vor Befähigung so oft schiefgeht.