KI & Automatisierung
Bürokratieabbau 2026: Was Unternehmen jetzt selbst tun können
· 4 Minuten

Seit November 2025 wurden mehr als 40 Maßnahmen zum Bürokratieabbau umgesetzt. Die Bundesregierung beziffert die jährliche Entlastung auf rund zehn Milliarden Euro, im Juli 2026 kamen weitere Beschlüsse mit etwa 600 Millionen Euro hinzu.
≈ 10 Mrd. €
jährliche Entlastung durch bereits umgesetzte Maßnahmen. Verteilt auf alle Unternehmen in Deutschland ist der Effekt im einzelnen Betrieb allerdings kaum spürbar.
Kleine und mittlere Unternehmen leiden laut Bitkom besonders unter hohem Verwaltungsaufwand, langen Bearbeitungszeiten und Medienbrüchen. Genau der letzte Punkt ist der, an dem ein Betrieb selbst ansetzen kann, ohne auf Gesetzgebung zu warten.
Medienbruch ist der teuerste Teil
Ein Medienbruch entsteht immer dort, wo Information die Form wechselt: Das Formular kommt als PDF, wird ausgedruckt, handschriftlich ergänzt, eingescannt und dann abgetippt. Jede dieser Stationen kostet Zeit und erzeugt Fehler.
- Belege, die per Mail kommen und dann manuell in die Buchhaltung übertragen werden.
- Aufträge, die telefonisch angenommen und auf Zetteln notiert werden.
- Stundenzettel auf Papier, die am Monatsende in eine Tabelle wandern.
- Angaben, die in zwei Systemen gepflegt werden, weil beide gebraucht werden.
Keiner dieser Punkte braucht KI. Sie brauchen eine Entscheidung, wo die führende Quelle liegt, und eine Verbindung zwischen zwei Systemen. Das ist unspektakuläre Arbeit mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung, das in der Digitalisierung zu haben ist.