In den meisten Betrieben liegen die Daten in vier bis sechs Systemen, und keines davon kennt die anderen. Jede Auswertung beginnt deshalb mit Zusammenkopieren, und jede Auswertung ist ab dem Moment ihres Entstehens veraltet.
Der erste Schritt ist deshalb nicht das Diagramm, sondern der Weg: Welche Daten entstehen wo, wie kommt man an sie heran, und wer ist im Zweifel die Wahrheit.
Daten zusammenführen bedeutet, Informationen aus verschiedenen Systemen automatisiert an einer Stelle zu sammeln, sodass sie gemeinsam auswertbar sind. Dazu gehört, für jede Information festzulegen, welches System im Zweifel gilt, und die Übertragung so einzurichten, dass sie ohne tägliches Zutun läuft.
Der schwierige Teil ist nicht die technische Verbindung, sondern die Zuordnung. Ein Kunde heißt im Kassensystem anders als in der Buchhaltung, eine Leistung ist einmal ein Artikel und einmal eine Position. Ohne verbindliche Zuordnungsregeln entsteht ein Datenbestand, der zwar vollständig ist, aber nichts beantwortet.
Warum das der teure Teil ist
Gartner beziffert die durchschnittlichen jährlichen Kosten schlechter Datenqualität in großen Unternehmen auf 12,9 Millionen US-Dollar. Die Zahl gilt für Konzerne und lässt sich nicht auf einen Betrieb mit zwanzig Beschäftigten übertragen. Übertragbar sind die Ursachen: doppelte Datensätze, uneinheitliche Schreibweisen, konkurrierende Tabellen.
Laut Bitkom meldet ein Drittel der Unternehmen mit KI-Einsatz höhere Kosten als erwartet. Der teure Teil ist regelmäßig die Vorarbeit an Datenbestand und Struktur, nicht das Modell oder das Werkzeug. Wer Auswertung oder Automatisierung plant, verschiebt diese Kosten nur nach hinten, wenn er die Datenbasis überspringt.
Praktisch heißt das: Der Aufwand für das Zusammenführen fällt einmal an, der Aufwand für das Zusammenkopieren jede Woche. Ab welcher Häufigkeit sich der Wechsel rechnet, ergibt die Bestandsaufnahme, und zwar in Stunden und Euro, nicht als Gefühl.
„Die erste Frage ist nie, wie die Systeme verbunden werden. Die erste Frage ist, welches System recht hat, wenn zwei unterschiedliche Umsätze zeigen. Wer das nicht vorher festlegt, baut eine Verbindung, die Widersprüche schneller verteilt.“
Zusammenführen kostet einmalig. Kopieren kostet jede Woche. Diese Fragen entscheiden:
Thema
Kopieren reicht
Zusammenführen lohnt sich
Aufwand heute
Unter einer Stunde im Monat
Mehrere Stunden im Monat, immer dieselbe Arbeit
Systeme
Zwei Quellen, die selten abweichen
Drei und mehr, mit widersprüchlichen Angaben
Aktualität
Monatlicher Stand genügt
Entscheidungen brauchen den Stand von gestern
Fehlerrisiko
Fehler fallen sofort auf
Kopierfehler bleiben unbemerkt in Auswertungen stehen
Abhängigkeit
Mehrere Personen können es
Nur eine Person weiß, wie es zusammengesetzt wird
Was wir konkret machen
01
Quellen aufnehmen, auch die inoffiziellen
Kassensystem, Buchhaltung, Warenwirtschaft, Kalender, Postfach und die Tabellen auf einzelnen Rechnern. Gerade die inoffiziellen Quellen werden für Entscheidungen benutzt und tauchen in keiner Systemübersicht auf.
02
Zugriffswege prüfen
Hat das System eine Schnittstelle, einen geplanten Export, oder muss von Hand exportiert werden. Davon hängt ab, ob eine Übertragung automatisch laufen kann oder ob ein Schritt manuell bleibt. Beides ist möglich, es muss nur vorher feststehen.
03
Zuordnung und führende Quelle festlegen
Welcher Datensatz ist derselbe Kunde, welche Position dieselbe Leistung, und welches System gilt im Zweifel. Diese Regeln werden schriftlich festgehalten, weil jede spätere Zahl auf ihnen beruht.
04
Übertragung einrichten und absichern
Die Daten laufen nach Zeitplan an eine Stelle, mit Protokoll darüber, was übertragen wurde und was nicht. Fehlgeschlagene Läufe melden sich, statt still auszufallen.
05
Dokumentieren und übergeben
Sie bekommen eine Übersicht, welche Daten woher kommen, wie oft sie aktualisiert werden und was passiert, wenn eine Quelle ausfällt. Damit lässt sich später erweitern, auch ohne uns.
Woran Sie es messen
Der Nutzen zeigt sich in eingesparter Arbeit und in weniger Widersprüchen:
Zeit für das monatliche Zusammenstellen, vorher und nachher
Zahl der Systeme, die automatisch angebunden sind
Zahl der Übertragungsfehler und wie schnell sie bemerkt werden
Zahl der Widersprüche zwischen zwei Auswertungen
Alter der Daten in der Auswertung, gemessen in Stunden
Was wir nicht versprechen
Dieser Abschnitt steht bewusst auf der Verkaufsseite und nicht im Kleingedruckten:
Dass jedes System sich anbinden lässt. Manche Altsysteme haben keine Schnittstelle und keinen automatisierbaren Export. Dann bleibt ein manueller Schritt, und das sagen wir vorher statt hinterher.
Bessere Daten. Zusammenführen macht vorhandene Daten verfügbar, nicht richtig. Wenn im Quellsystem falsch erfasst wird, ist das Ergebnis falsch, nur schneller.
Dauerhaft stabile Schnittstellen. Anbieter ändern und kündigen sie. Ohne Betrieb und Überwachung fällt eine Übertragung irgendwann aus, und niemand merkt es sofort.
Dass es sich lohnt. Wenn Ihre Daten an einer Stelle liegen und das Zusammenstellen unter einer Stunde dauert, brauchen Sie das nicht.
Was wir zusagen: dokumentierte Zuordnungsregeln, eine benannte führende Quelle je Kennzahl und eine Übertragung, die sich meldet, wenn sie ausfällt.
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